Schwertkampf: Kendo
In diesem Abschnitt erfahren Sie etwas über eine Welt, in der es um tausendstel Sekunden geht. Ein A (R) T®-Schüler, 5. Dan, bereitet sich auf die Prüfung zum 6. Dan mit A (R) T® vor. Dies bedeutet den Wechsel von der Schüler auf die Lehrerseite. Im interaktiven A (R) T®-Unterricht erweist es sich als hilfreich, die mythologischen Bezüge zu klären.
Im A (R) T®-Unterricht geht es immer wieder um die mythologische Figur des Fudoshin (auch "Fudo Myoo" genannt). Diese Figur wurde im A (R) T®-Unterricht als ergänzende Quelle zur Alexandertechnik zugänglich. Menschen mit höchsten Performance-Ansprüchen können sich vom mythologischen Bild des Fudoshin inspirieren lassen, dessen Eigenschaften und Wesenszüge - hermeneutisch von innen her erschlossen - voll kompatibel mit dem A (R) T® Verständnis der Alexandertechnik ist.
Das Bild zeigt den 88 jährigen Sensei den 5. Dan unterrichtend.
Aufnahme April 2010.
Aufnahme April 2010.
Der 5. Dan, ein Kendo-Kampfkünstler, berichtet von Alltagserfahrung bei einem Treffen mit seinem Sensei:
Fudoshin ist immer dabei. Sitze gerade mit meinem Sensei beim Kaffee. Bis Donnerstag!
Er berichtet vom Besuch seines Senseis in Los Angeles:
Die Reise neigt sich nun dem Ende zu. Fudomyoo war zweimal in meinem Geist:
Im Flow zu sein ist ein unglaubliches Gefühl. Es gibt keine Grenzen. Alles ist möglich und der Geist des Partners erstarrt förmlich vor dieser Beweglichkeit des eigenen Geistes. Das ist für mich die wahre Kunst. Erfordert sehr viel Achtsamkeit, Disziplin und sehr viel Übung.
Im A (R) T®-Unterricht ergänzt er:
Das Flow-Erlebnis hatte ich dann, wenn ich an Wasser gedacht habe.
Im Flow zu sein ist ein unglaubliches Gefühl. Es gibt keine Grenzen. Alles ist möglich und der Geist des Partners erstarrt förmlich vor dieser Beweglichkeit des eigenen Geistes. Das ist für mich die wahre Kunst. Erfordert sehr viel Achtsamkeit, Disziplin und sehr viel Übung.
Im A (R) T®-Unterricht ergänzt er:
Das Flow-Erlebnis hatte ich dann, wenn ich an Wasser gedacht habe.
Fudoshin (Fudomyoo) wird demnach von innen als Freiheit und von außen als versteinernd und bedrohlich erlebt.
Eine Malerin im A (R) T®-Unterricht vermutet, das die oben gezeigte Abbildung eine Hüterfigur darstellt, die eine bestimmte Funktion für Uneingeweihte ausübt. Für den Eingeweihten müsste sie eine andere Bedeutung haben.
Die im Gruppenunterricht erarbeiteten Ergebnisse werden durch die Literatur bestätigt.
Eine Malerin im A (R) T®-Unterricht vermutet, das die oben gezeigte Abbildung eine Hüterfigur darstellt, die eine bestimmte Funktion für Uneingeweihte ausübt. Für den Eingeweihten müsste sie eine andere Bedeutung haben.
Die im Gruppenunterricht erarbeiteten Ergebnisse werden durch die Literatur bestätigt.
Ein ZEN-Mönch aus dem 16. Jahrhundert, Meister Takuan, schreibt:
Ort des Verweilens meint den Ort, wo der Geist anhält. ...
Um in Begriffen der Kampfkunst zu sprechen: Wenn Ihr in dem Augenblick, da Ihr das Schwert bemerkt, welches Euch treffen will, auch nur mit einem Gedanken daran denkt, dem Schwert da zu begegnen, wo es eben jetzt gerade ist, so wird Euer Geist bei ihm halt machen in eben dieser Position, Eure eigenen Bewegungen werden unterbunden, und Eurer Gegner wird Euch niederstrecken. Das ist mit anhalten gemeint. ...
Fudo Myoo [Fudoshin] fasst ein Schwert mit der Rechten und hält ein Seil in der Linken. Er bleckt die Zähne, und die Augen funkeln vor Zorn. Fest ist ein Stand und so ist er bereit, die bösen Geister zu unterwerfen ...
die sich dem buddhistischen Gesetz [des Nichtanhaftens] entgegenstellen möchten. Er ist unverborgen überall, in jedem Land. Er hat die Gestalt eines Beschützers des Buddhismus, und er verkörpert die bewegungslose Weisheit. In ihm wird sie allen Lebewesen gezeigt.
Sieht ein gewöhnlicher Mensch diese Gestalt, so fürchtet er sich und wagt nicht einmal zu denken ein Feind des Buddhismus zu sein. Wer der Erleuchtung nahe ist, der versteht, dass hier die bewegungslose Weisheit manifestiert ist und alle Verblendung bereinigt. Wer aber diese bewegungslose Weisheit selbst offenkundig machen kann und diesen geistigen Dharma so gut verkörpert wie Fudo Myoo, für den werden die bösen Geister sich nicht länger vermehren. Dies ist es, was Fudo Myoo uns mitzuteilen hat.
Was man Fudo Myoo nennt, das ist der eigene bewegungslose Geist [gemeint ist der nicht anhaftende Geist] und der nicht-zaudernde Körper. Nicht-zaudernd heißt, nicht von irgendetwas angehalten zu werden.
Um in Begriffen der Kampfkunst zu sprechen: Wenn Ihr in dem Augenblick, da Ihr das Schwert bemerkt, welches Euch treffen will, auch nur mit einem Gedanken daran denkt, dem Schwert da zu begegnen, wo es eben jetzt gerade ist, so wird Euer Geist bei ihm halt machen in eben dieser Position, Eure eigenen Bewegungen werden unterbunden, und Eurer Gegner wird Euch niederstrecken. Das ist mit anhalten gemeint. ...
Fudo Myoo [Fudoshin] fasst ein Schwert mit der Rechten und hält ein Seil in der Linken. Er bleckt die Zähne, und die Augen funkeln vor Zorn. Fest ist ein Stand und so ist er bereit, die bösen Geister zu unterwerfen ...
die sich dem buddhistischen Gesetz [des Nichtanhaftens] entgegenstellen möchten. Er ist unverborgen überall, in jedem Land. Er hat die Gestalt eines Beschützers des Buddhismus, und er verkörpert die bewegungslose Weisheit. In ihm wird sie allen Lebewesen gezeigt.
Sieht ein gewöhnlicher Mensch diese Gestalt, so fürchtet er sich und wagt nicht einmal zu denken ein Feind des Buddhismus zu sein. Wer der Erleuchtung nahe ist, der versteht, dass hier die bewegungslose Weisheit manifestiert ist und alle Verblendung bereinigt. Wer aber diese bewegungslose Weisheit selbst offenkundig machen kann und diesen geistigen Dharma so gut verkörpert wie Fudo Myoo, für den werden die bösen Geister sich nicht länger vermehren. Dies ist es, was Fudo Myoo uns mitzuteilen hat.
Was man Fudo Myoo nennt, das ist der eigene bewegungslose Geist [gemeint ist der nicht anhaftende Geist] und der nicht-zaudernde Körper. Nicht-zaudernd heißt, nicht von irgendetwas angehalten zu werden.
Quelle: Buch "ZEN - in der Kunst des kampflosen Kampfes" von Eugen Herrigel, Auszug Seite 19 - 22.
Eine Gegenüberstellung von Aussagen von Meister Takuan und Frederick Matthias Alexander finden Sie hier.
Als Fazit seiner LA-Reise im April 2010 teilt der Prüfungskandidat für den 6. Dan mit:
"Ohne Alexandertechnik hätte ich im April 2010 die vielen feinen neuen Bewegungen, die ich gezeigt bekommen habe, nicht hätte aufnehmen und umsetzen können. Mein Lernfluss wurde dank der Alexandertechnik nicht durch Langsamkeit im Erlernen gehindert.
"Ohne Alexandertechnik hätte ich im April 2010 die vielen feinen neuen Bewegungen, die ich gezeigt bekommen habe, nicht hätte aufnehmen und umsetzen können. Mein Lernfluss wurde dank der Alexandertechnik nicht durch Langsamkeit im Erlernen gehindert.
zur Gegenüberstellung: Takuan 16. Jahrhundert und F. M. Alexander
zur Bildstrecke: Kendo-Training 1
zur Bildstrecke: Kendo-Training 2
zum Feedback A (R) T und Kendo
zur Bildstrecke: Kendo-Training 1
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